30.09.19 | Allgemein, Projektbeispiele
Lernen am Modell – Das Konzept des Offenen Ateliers an der Integrierten Gesamtschule Pellenz in Plaidt
Lernen am Modell
Das Konzept des Offenen Ateliers an der Integrierten Gesamtschule Pellenz in Plaidt
Was passiert, wenn eine Künstlerin ihr Atelier verlässt und ihren Arbeitsplatz samt Ateliereinrichtung in einer Schule aufbaut, gut sichtbar platziert, direkt im Eingangsbereich? Wenn sie, entsprechend gekleidet, ohne Kommentar an ihren Werken arbeitet – zu einem bestimmten Thema, mit einem bestimmten Material - und die fertigen Werke fortlaufend an der dahinterliegenden Wandfläche befestigt? Um ihren Arbeitsplatz sind weitere Arbeitsflächen gruppiert: zwei großen Arbeitstische mit ca. 10 Sitz- und weiteren Stehplätzen, abgeklebte Arbeitsflächen auf dem Boden sowie Mal- und Zeichenutensilien.
So geschieht es schon seit einigen Monaten einmal in der Woche in der Integrierten Gesamtschule Pellenz in Plaidt in der Vordereifel. Die Bildende Künstlerin ist Stefanie Manhillen, eine der 16 Referenzkünstler*innen des Programms Generation K; die Schule gehört zu den sechs Referenzschulen im Programm.
Zu Beginn irritierte es die Schüler*innen wie die Lehrer*innen: Was soll das denn? Was hat das mit Schule zu tun? Die Irritation wich jedoch schon nach wenigen Minuten der Neugier.
Dabei kam es von Seiten der Schüler*innen zu Gesprächen mit folgendem Verlauf: „Dürfen wir hier mitmachen?“, „Was müssen wir hier jetzt machen?“, „Echt, wir müssen nicht…? Wir dürfen machen, was wir wollen, cooool!!!!“, „Das ist hier richtig entspannend und macht Spaß!“, „Sind sie jetzt immer hier?“ usw.
Und schon bemächtigten sie sich der bereitgestellten Arbeitsmaterialien und legten los. Mittlerweile sind immer alle Sitzplätze besetzt, es bilden sich Schlangen, und die Künstlerin ist meist von einem Kreis von Zuschauern umgeben. Jüngere Schüler*innen fühlen sich von dem Angebot noch stärker angesprochen als ältere, wobei sich Letztere immer dann ins Offene Atelier begeben, wenn die anderen nicht da sind, z.B. in einer Freistunde. Die Jüngeren nutzen vor allem die großen Pausen, um sich kreativ zu betätigen; das Spielen auf dem Pausenhof hat an Attraktivität verloren. Wo kann ich mich sonst künstlerisch ausprobieren, ohne Vorgaben, ohne Noten, ohne Druck? Einige von ihnen werden auch während der Unterrichtszeiten freigestellt, um z.B. Arbeitsaufträge - die mittlerweile aus den Klassen oder dem Unterricht kommen – fertigzustellen.Durch die sofortige Präsentation der Arbeiten an der für alle sichtbare Wand können die Schüler*innen ihre Werke sofort stolz den anderen zeigen und die Kunst erhält auch bei geschlossenem Atelier eine die Woche überdauernde Sichtbarkeit.
Auch die Lehrkräfte nutzen immer mehr die Möglichkeiten des Offenen Ateliers; sei es, um sich Tipps und Ratschläge zu künstlerischen Techniken zu holen, Ideen für den eigenen Unterricht zu entwickeln oder gar konkret eine gemeinsame Unterrichtseinheit mit der Künstlerin im Rahmen des LTTA-Unterrichts zu planen.
Das Format hat sich so gut bewährt, dass für die Zukunft geplant ist, auch andere Künstler*innen mit anderen Kunstsparten einzuladen, einmal pro Woche ihr Atelier, ihren Arbeitsplatz in der Schule aufzuschlagen. Warum nicht mal ein Musiker, eine Schauspielerin, ein Autor, eine Tänzerin oder einen Artisten?
Allein ihre Anwesenheit und ihr Tun verändert die Wahrnehmung der Schüler*innen in Bezug auf Kunst und Kultur und es verändert die Atmosphäre in der Schule.
31.07.18 | Allgemein
Reader Kulturelle Unterrichtsentwicklung – Jetzt als PDF
Reader Kulturelle Unterrichtsentwicklung - Jetzt als PDF
In einer Kulturschule gibt es für Schüler*innen sowie für Lehrer*innen umfassende Möglichkeiten, ästhetische Erfahrungen zu machen. Zudem ist der künstlerische und nicht künstlerische Fachunterricht in diese ästhetische Gestaltung einzubeziehen. Denn inzwischen ist anerkannt, dass Lernen dann besonders gut gelingt, wenn „Kopf, Herz und Hand“ einbezogen werden.
Doch wie soll das in der Mathematik, in den Sozial- und Naturwissenschaften funktionieren? Der Band „Kulturelle Unterrichtsentwicklung: Grundlagen - Konzeptionen - Beispiele“ stellt neben entsprechenden Unterrichtsbeispielen vor allem konzeptionelle Überlegungen für eine Implementierung einer „kulturellen Unterrichtsentwicklung“ in der täglichen Schulpraxis bereit.
Mehr unter
www.maxfuchs.eu/wp-content/uploads/2014/03/PU_20171102_Kulturelle_Schulentwicklung_KBL_BKJ.pdf
09.04.18 | Allgemein
Homepage online – www.skubi.com
Homepage online - www.skubi.com
Die Homepage der Servicestelle Kulturelle Bildung ist nun online. Unter der Adresse
www.skubi.com findet man zukünftig Interessantes und Wissenswertes rund um Kulturelle Bildung in Rheinland-Pfalz.
21.03.18 | Allgemein, Presse
Rheinpfalz: Mit Kunst Mathe besser begreifen
25.01.18 | Allgemein, Presse
Allgemeine Zeitung: Kreativer Umgang mit Formeln
Kreativer Umgang mit Formeln
GUTENBERG-GYMNASIUM Theatermann erläutert neue Lehr-Konzepte für Mathe, Physik und Sprachen
MAINZ - ,,Keine Angst - ihr müsst nicht tanzen", verspricht der Tänzer, Choreograph und Theaterregisseur Marco Jodes den 22 Achtklässlern des Gutenberg-Gymnasiums zu Beginn der Schulstunde. Erleichtertes Aufatmen, denn noch wissen die Schüler nicht genau, was sie anstelle des normalen Physikunterrichts erwartet...
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16.01.18 | Allgemein
Neuerscheinung: „Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen“
Neuerscheinung: „Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen“
Im Dezember 2017 ist Studie des Rats für Kulturelle Bildung „Schulleitungsbefragung zur Gestaltung und Qualitätssicherung des kulturellen Ganztagsangebots“ erschienen. Sie liefert interessante Erkenntnisse über die Gelingensbedingungen wie Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Kulturellen Bildung an Ganztagsschulen.
Als PDF herunterzuladen unter:
http://www.rat-kulturelle-bildung.de/publikationen/studien/ oder in Druckform zu bestellen unter
info@rat-kulturelle-bildung.de
17.09.17 | Allgemein
Einstieg in die Praxis mit Basiskurs
Zum Auftakt der Praxisphase des Programms Generation K fand Ende August ein dreitägiger Basiskurs für die ausgewählten 19 Referenzkünstler*innen in der Landesmusikakademie in Neuwied-Engers statt.
Die Referenzkünstler*innen werden die sechs Referenzschulen über die drei Jahre eng begleiten und unter anderem im Tandem mit Fachlehrer*innen mit ihren künstlerischen Methoden den Unterricht bereichern. Das ist der Kern des Fortbildungsprogramms „Learning through the arts“ (LTTA). Unter Anleitung von drei LTTA-Mentor*innen – Barbara Mahler, Patrik Lumma und Dominik Blank – wurden sie mit dem Einsatz künstlerisch-kreativer Methoden im Fachunterricht vertraut gemacht.
So wurden zum Beispiel mittels Tanz das Thema „Flächen“ in Mathematik/Geometrie dargestellt, mit selbst gebastelten Zeitungspapierfiguren Fabeln im Fach Deutsch entwickelt und aufgeführt, mit Musik und Geräuschen die Bedeutung zentraler Begriffe in lyrischen Gedichten hervorgehoben oder mit selbst hergestellten Pflanzen- und Naturfarben biologische Prozesse verdeutlicht. Aber auch der Einstieg in den Unterricht und die Kontaktaufnahme zu den Schülerinnen und Schülern wurde erprobt. Und all das in Echtzeit einer 45-minütigen Unterrichtseinheit.
Dabei spielte es keine Rolle, in welcher Kunstsparte die Künstler*innen unterwegs sind; der Tänzer ließ sich genauso auf das bildnerische Gestalten wie die Bildende Künstlerin auf Tanz oder die Theatermacherin auf Musik ein. Die LTTA-Mentoren waren beeindruckt von dem hohen, professionellen Niveau der Referenzkünstler*innen und diese wiederum von der Qualität der Fortbildung. Der Funke ist übergesprungen und die Künstler*innen können es kaum erwarten, das Erlernte bald in den Schulen zum Einsatz zu bring
28.06.17 | Allgemein
Auswahlprozess hat stattgefunden
In zwei Jury-Sitzungen im Juni wurden sechs Referenzschulen sowie Referenz- als auch Kooperationskünstler*innen ausgewählt. Ihr Einsatz beginnt nach dem Sommerferien..