Kooperationnen und Bildungslandschaften: Besser Lernen mit allen Sinnen

Im Onlinemagazin „Kooperationen und Bildungslandschaften“ der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung ist am 6. Juni 2019 der Artikel „Besser Lernen mit allen Sinnen“ erschienen, in dem es um kulturelle Unterrichtsgestaltung und ästhetisch-kulturelle Vermittlungsformen geht.  

Fachtag „Der Raum als 3. Pädagoge“

Donnerstag, 29.08.2019, 10.00 bis 17.00 Uhr; Europäische Kunstakademie Trier Kinder und Jugendliche verbringen rund ein Siebtel ihre Lebenszeit in schulischen Räumen. Pädagogen und Wissenschaftler haben herausgefunden, wie stark sich die Umgebung auf das Lernen und auf das Wohlfühlen insgesamt auswirkt; deshalb spricht man auch vom Raum als 3. Pädagogen, neben den Lehrer*innen als ersten, den Schüler*innen als zweiten und der Zeit als vierten Pädagogen. Der Fachtag „Der Raum als 3. Pädagoge“ vermittelt Formate zur partizipativen Schulraumgestaltung mit einfachen Mitteln. Gestaltet wird er von „Bauereignis“ (Katharina Sütterlin, Susanne Wagner, Andre Heukamp, Anna Mayberry) www.bauereignis.de. Die Berliner Gestalter*innen geben einen Einblick in ihre mittlerweile über 10-jährige Erfahrung mit der Überarbeitung und Veränderung von Schulräumen. Ihr Kernformat sind Vor-Ort-Bauprojekte mit Schülerinnen und Schülern. Im Rahmen von „Bauereignissen“ mit partizipativer Zielfindungs-, Planungs- und Bauphase wurden insbesondere Klassenräume neu gestaltet, aber auch andere schulische Bereiche wie Freizeiträume, Flure, Essensbereiche, Schulhöfe, etc.. Beobachten, zulassen, reflektieren, ordnen sind Schlüsselbegriffe, die auch bei begrenzten Ressourcen helfen eigenständig tätig zu sein. Um diese Begriffe kreist der Fachtag, der mit einem Vortrag beginnt und danach mit Übungen und Planungswerkstätten an die Alltagsumgebung der Teilnehmer*innen anknüpft. Um sich einen der begrenzten Teilnehmer*innen-Plätze zu sichern, können Sie sich hier schon mit vollständigem Namen, ggf. Schule, Adresse und Tel.-Nr. anmelden: bock@generationk.de

Kulturelle Bildung im digitialen Zeitalter / Fachtag des Programms Generation K

Am 28. März fand der 2. Fachtag im Rahmen des Programms Generation K zum Thema „Kulturelle Bildung im digitalen Zeitalter“ an der Kunsthochschule in Mainz statt. Diese war auch Kooperationspartnerin bei der Durchführung des Fachtags. In einer eindrucksvollen Keynote versuchte Torsten Mayer, Professor für Kunst und ihre Didaktik an der Kunstuniversität Köln, unter dem Titel „New Arts Education – Kulturelle Bildung im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert“, den Einfluss der Digitalisierung in der kulturellen Bildung und auch in der Lehrerausbildung für die nächsten zwei Generationen aufzuzeigen, indem er diesen rasanten Entwicklungsschritten die großen zivilisatorischen Veränderungen von der Antike (Entwicklung der Schrift) über das Mittelalter (Erfindung des Buchdrucks) bis zum 20. Jahrhundert (Erfindung des Computers) gegenüberstellte. (siehe auch Kunstpädagogische Positionen, Heft 29, herunterzuladen unter: http://kunst.uni-koeln.de/kpp/hefte/heft-29/). Anschließend fanden vier parallele Workshopangebote zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht und im Rahmen von Projekten statt. Die Referenzkünstler*innen Sabine Felker und Jürgen Waldmann stellten in ihrem Workshop den „Kreativen Einsatz von Videotechnik im Unterricht“ anhand von Beispielen vor. Im Mittelpunkt stand das Green-Screen-Verfahren, das durch Überlagerungen von Bildebenen, Aktionen und Hintergründen, die als Live-Projektion in Echtzeit präsentiert werden können, viele Möglichkeiten für den Unterricht bietet. Die Darsteller*innen vor dem Green Screen können ihre Handlungen und Szenen direkt in einer selbst gewählten oder neu erstellten Umgebung betrachten. Im Workshop „Spielerisch eigene Geschichten erzählen“ stellte Henry Wilhelmy von medien.rlp - Institut für Medien und Pädagogik e.V. die App „Bloxels“ vor. Sie ist sowohl im digitalen, als auch im realen Raum erlebbar: Bunte Blöcke werden auf einem Brett ausgelegt und mit dem Tablet eingescannt. So können Block für Block die grafischen Anfänge von Videospielen erlebt und eigene Ideen ausgetestet werden.   Das experimentelle Arbeiten mit unterschiedlichen Medien der Bewegtbildproduktion stand im Vordergrund des Workshops „Verkörperungen - Antike trifft Medienkunst“ der Kunstwissenschaftlerin, Kunstvermittlerin und Designerin Fanny Kranz aus Karlsruhe. Es wurde sich mit der Frage beschäftigt, wie die Begriffe Körper, Abstraktion und Figur als digitale Skulptur gedacht und praktiziert werden können. Dafür kombinierte sie die Apps „Boomerang for Instagram“, „iMovie“ und „Launchpad“ zu medienkünstlerischen, performativen Ergebnissen, bei denen die klassischen Skulpturen der Kunst durch eigene Haltungen und verschiedene filmische Mittel nachempfunden werden und in Kurzfilmen münden. Im vierten Workshop „Mit Stopptrick Dingen Leben einhauchen“ zeigte Philipp Molter von medien.rlp, wie mit unterschiedlichen Materialien – Knete, Figuren, Papier – und der Technik der „Pixelation“ im Handumdrehen mittels Stopptrick-Animationen ausgereifte Geschichten erzählt werden können. Die Teilnehmer*innen des gut besuchten Fachtags waren nicht nur von der Keynote tief beeindruckt, sondern hatten – neben dem Lerneffekt – jede Menge Spaß bei den Workshops.   Von Stephan Bock

Rheinzeitung: Wie Kunst dabei hilft, Mathe zu verstehen

Am 16.03.2019 berichtete die Rhein-Zeitung über die Goethe-Realschule plus in Koblenz Lützel, die sich mit Learning through the Arts (LTTA) auf den Weg zur Kulturschule gemacht hat.

Reader Kulturelle Unterrichtsentwicklung – Jetzt als PDF

Reader Kulturelle Unterrichtsentwicklung - Jetzt als PDF In einer Kulturschule gibt es für Schüler*innen sowie für Lehrer*innen umfassende Möglichkeiten, ästhetische Erfahrungen zu machen.  Zudem ist der künstlerische und nicht künstlerische Fachunterricht in diese ästhetische Gestaltung einzubeziehen. Denn inzwischen ist anerkannt, dass Lernen dann besonders gut gelingt, wenn „Kopf, Herz und Hand“ einbezogen werden. Doch wie soll das in der Mathematik, in den Sozial- und Naturwissenschaften funktionieren? Der Band „Kulturelle Unterrichtsentwicklung: Grundlagen - Konzeptionen - Beispiele“ stellt neben entsprechenden Unterrichtsbeispielen vor allem konzeptionelle Überlegungen für eine Implementierung einer „kulturellen Unterrichtsentwicklung“ in der täglichen Schulpraxis bereit. Mehr unter www.maxfuchs.eu/wp-content/uploads/2014/03/PU_20171102_Kulturelle_Schulentwicklung_KBL_BKJ.pdf

Homepage online – www.skubi.com

Homepage online - www.skubi.com Die Homepage der Servicestelle Kulturelle Bildung ist nun online. Unter der Adresse www.skubi.com findet man zukünftig Interessantes und Wissenswertes rund um Kulturelle Bildung in Rheinland-Pfalz.

Allgemeine Zeitung: Kreativer Umgang mit Formeln

Kreativer Umgang mit Formeln GUTENBERG-GYMNASIUM Theatermann erläutert neue Lehr-Konzepte für Mathe, Physik und Sprachen MAINZ - ,,Keine Angst - ihr müsst nicht tanzen", verspricht der Tänzer, Choreograph und Theaterregisseur Marco Jodes den 22 Achtklässlern des Gutenberg-Gymnasiums zu Beginn der Schulstunde. Erleichtertes Aufatmen, denn noch wissen die Schüler nicht genau, was sie anstelle des normalen Physikunterrichts erwartet... hier geht's zum ganzen Artikel

Neuerscheinung: „Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen“

Neuerscheinung: „Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen“ Im Dezember 2017 ist Studie des Rats für Kulturelle Bildung „Schulleitungsbefragung zur Gestaltung und Qualitätssicherung des kulturellen Ganztagsangebots“ erschienen. Sie liefert interessante Erkenntnisse über die Gelingensbedingungen wie Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Kulturellen Bildung an Ganztagsschulen. Als PDF herunterzuladen unter: http://www.rat-kulturelle-bildung.de/publikationen/studien/ oder in Druckform zu bestellen unter info@rat-kulturelle-bildung.de

Einstieg in die Praxis mit Basiskurs

Zum Auftakt der Praxisphase des Programms Generation K fand Ende August ein dreitägiger Basiskurs für die ausgewählten 19 Referenzkünstler*innen in der Landesmusikakademie in Neuwied-Engers statt. Die Referenzkünstler*innen werden die sechs Referenzschulen über die drei Jahre eng begleiten und unter anderem im Tandem mit Fachlehrer*innen mit ihren künstlerischen Methoden den Unterricht bereichern. Das ist der Kern des Fortbildungsprogramms „Learning through the arts“ (LTTA). Unter Anleitung von drei LTTA-Mentor*innen – Barbara Mahler, Patrik Lumma und Dominik Blank – wurden sie mit dem Einsatz künstlerisch-kreativer Methoden im Fachunterricht vertraut gemacht. So wurden zum Beispiel mittels Tanz das Thema „Flächen“ in Mathematik/Geometrie dargestellt, mit selbst gebastelten Zeitungspapierfiguren Fabeln im Fach Deutsch entwickelt und aufgeführt, mit Musik und Geräuschen die Bedeutung zentraler Begriffe in lyrischen Gedichten hervorgehoben oder mit selbst hergestellten Pflanzen- und Naturfarben biologische Prozesse verdeutlicht. Aber auch der Einstieg in den Unterricht und die Kontaktaufnahme zu den Schülerinnen und Schülern wurde erprobt. Und all das in Echtzeit einer 45-minütigen Unterrichtseinheit. Dabei spielte es keine Rolle, in welcher Kunstsparte die Künstler*innen unterwegs sind; der Tänzer ließ sich genauso auf das bildnerische Gestalten wie die Bildende Künstlerin auf Tanz oder die Theatermacherin auf Musik ein. Die LTTA-Mentoren waren beeindruckt von dem hohen, professionellen Niveau der Referenzkünstler*innen und diese wiederum von der Qualität der Fortbildung. Der Funke ist übergesprungen und die Künstler*innen können es kaum erwarten, das Erlernte bald in den Schulen zum Einsatz zu bring